Wie viele Menschen kommen nach Deutschland?

Nur ein kleiner Bruchteil aller weltweit Geflohenen kommt nach Deutschland. Die konkreten Zahlen schwanken dabei von Jahr zu Jahr. Weltweit steigt die Zahl der Flüchtlinge aufgrund von Kriegen und politischen Krisen. 1990 waren weltweit weniger als 20 Millionen Menschen auf der Flucht. Ende 2017 waren es 68,5 Millionen, so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Nach kurzzeitigen Anstiegen der Flüchtlingszahlen in Deutschland und Europa folgten häufig Abschottungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Grenzsicherungen oder Rückführungsabkommen mit anderen Staaten. Dies ließ die Zahlen wieder sinken.
Daran lässt sich erkennen, dass die Schwankungen der Zahl der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge nicht zwangsläufig mit der Menge der Kriege auf der Welt einhergehen. Stattdessen sind sie das Ergebnis eines restriktiven deutschen Asylrechts und von Abwehrmaßnahmen an den Außengrenzen Europas. Dies steht im Widerspruch dazu, dass laut Grundgesetz und Genfer Flüchtlingskonvention alle Schutzsuchenden ein Recht auf Asyl haben.