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Nächtliche Anwesenheitskontrollen bringen Bewohner*innen um den Schlaf

2018, Rudolstadt: Über Monate hinweg wird gegen Geflüchtete in einer Unterkunft „Stubenarrest“ verhängt. Jede Nacht werden um 23 und 5 Uhr Zimmerkontrollen durch den Wachdienst durchgeführt, um die tatsächliche Anwesenheit der Bewohner*innen festzustellen. Wenn Bewohner*innen sich dieser zermürbenden und Schlaf entziehenden Taktik selbstbestimmt entziehen und sich einen sicheren und ungestörten Schlafplatz außerhalb der Unterkunft suchen, erhalten sie Bußgeldbescheide, die weitere Kürzungen ihrer ohnehin reduzierten Bezüge bedeuten. Nach öffentlicher Kritik durch die "Neuen Nachbarn Rudolstadt" und den Flüchtlingsrat Thüringen e.V. werden zumindest die nächtlichen Zimmerkontrollen eingestellt.
Die Praxis des „Stubenarrestes“ wird in vielen Thüringer Landkreisen über Wochen und Monate praktiziert.  Nächtliche Zimmerkontrollen und Arreste stellen aus Sicht des Flüchtlingsrats Thüringen e.V. eine erhebliche Einschränkung der Grund- und Persönlichkeitsrechte von Betroffenen dar.