Montag, 2. November 2026 - 9:00 bis 15:30
Erkennen von besonderen Bedarfen in der Beratung Geflüchteter und Handlungsmöglichkeiten für die starke Begleitung
Erfurt

Ort:                       Bildungshaus St. Ursula, Erfurt

Referentinnen:  Susanne Burckhardt und Celene Mujica Alfonzo, Beraterinnen bei refugio thüringen e.V.

Teilnahme:          Die Fortbildung im Projekt SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen richtet sich insbesondere an Mitarbeitende aus der Flüchtlingsbetreuung /-sozialberatung und Asylverfahrensberatung sowie an Mitarbeitende aus Regelstrukturen, welche in ihrer täglichen Praxis Kontakt mit Menschen im Asylverfahren haben. Die Teilnahme ist unentgeltlich. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

 

Wie lassen sich Beratungssetting sensibel gestalten, wie psychische Belastungen und besondere Schutzbedarfe Asylsuchender frühzeitig erkennen – und welche Handlungsmöglichkeiten stehen Beratenden zur Verfügung? Das eintägige Seminar vermittelt praxisnahes Wissen für eine sensible und professionelle Beratung. Im Mittelpunkt stehen die Erweiterung psychosozialer Beratungskompetenzen, das Erkennen und der Umgang mit besonderen Vulnerabilitäten sowie Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze in der Praxis. Der Fokus ist dabei unter anderem auf Menschen mit Traumafolgestörungen, Überlebende von Folter, queere Geflüchtete, unbegleitete Minderjährige, Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt sowie Betroffene von Menschenhandel gerichtet.

Schwerpunkte der Fortbildung sind:

Psychosoziale Beratungskompetenzen erweitern

  • Trauma- und rassismussensible Gestaltung von Beratungssettings
  • Erkennen psychischer Belastungen und Traumafolgestörungen
  • Kultursensible Sprachmittlung und Zusammenarbeit mit Dolmetscher:innen
  • Professionelle Haltung, Selbstreflexion und Psychohygiene
  • Weitervermittlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Ratsuchende

Handlungsoptionen bei besonderen Schutzbedarfen

  • Besondere Schutzbedarfe im Beratungskontext erkennen
  • Handlungsschritte zur Geltendmachung von Schutzbedarfen im Asyl- und Aufnahmeverfahren
  • Einsatz und Einordnung von Attesten, Stellungnahmen und Screeninginstrumenten
  • Spezialisierte Unterstützungs- und Beratungsstrukturen kennenlernen
  • Erfahrungsaustausch zu Herausforderungen und Entwicklung praxisnaher Lösungsansätze

 

Verbindliche Anmeldungen bitte bis 25.10.2026

 

Das Projekt "Sensa" wird kofinanziert durch die Europäische Union und das Thüringer Ministerium für Justiz, Migration und Verbraucherschutz.

 

(z.B. Flüchtlingssozialberater*in, Rechtsanwält*in, Vormund*in, Mitarbeiter*in einer Jugendhilfeeinrichtung, ehrenamtliche*r Pate oder Patin, …)

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