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Kontakte regional

Auf unserer Karte finden Sie Initiativen und Vereine, mit denen Sie sich vor Ort vernetzen können.

Lagertour

Der Flüchtlingsrat ist regelmäßig auf Lagertour durch Thüringen. Die Berichte unserer einzelnen Besuche finden Sie in unserem Blog.

 

 

 

Kirchenasyl

Seit über 30 Jahren wird in Deutschland Kirchenasyl praktiziert und dadurch Flüchtlingen in kirchlichen Räumen Schutz gewährt. Es ist oft die letzte Möglichkeit, um eine Abschiebung zu verhindern, die unter unwürdigen Bedingungen in menschenrechtsverletzende Verhältnisse erfolgen soll. Laut Statistik der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Asyl in der Kirche existierten im Januar 2017 in ganz Deutschland insgesamt 323 Kirchenasyle mit mindestens 547 Personen, von denen etwa 145 Kinder waren. 267 dieser Kirchenasyle sind sogenannte Dublin-Fälle.

Kirchenasyl ist immer eine Einzelfallentscheidung. Es kann in besonderen humanitären Notlagen gewährt werden. Die Entscheidung, ob Kirchenasyl gewährt wird, obliegt allein der jeweiligen Kirchengemeinde. Kirchenasyl ist nicht der verlängerte Rechtsweg. Alle rechtlichen Möglichkeiten sollten ausgeschöpft sein, bevor man über ein Kirchenasyl nachdenkt. Kirchenasyl ist mit einem hohen Aufwand für die jeweilige Gemeinden und Unterstützerkreise verbunden. Aber auch für die betroffenen Personen kann ein Kirchenasyl mit großen psychischen Belastungen verbunden sein – besonders, wenn es über einen langen Zeitraum geht.

Kirchenasyl macht nur Sinn, wenn die begründete Aussicht besteht, dass sich durch das Kirchenasyl in absehbarer Zeit Wege und Perspektiven öffnen.

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