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Kontakte regional

Auf unserer Karte finden Sie Initiativen und Vereine, mit denen Sie sich vor Ort vernetzen können.

Lagertour

Der Flüchtlingsrat ist regelmäßig auf Lagertour durch Thüringen. Die Berichte unserer einzelnen Besuche finden Sie in unserem Blog.

 

 

 

Vormundschaft

Vormünder und Vormundinnen nehmen eine zentrale Rolle im Betreuungsprozess von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ein. Die Pflichten eines Vormunds/einer Vormundin für einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingsind neben der rechtlichen Vertretung und der Personen- und Vermögenssorge u.a. die Sicherung und Schaffung von Bleiberechtsperspektiven, die Vertretung im asyl- und aufenthaltsrechtlichen Verfahren, die Unterstützung bei Familienzusammenführung und Familiennachzug, die Gesundheitsfürsorge, die Sicherstellung von Schul- und Ausbildungszugang, der Spracherwerb sowie die Beantragung erforderlicher Leistungen (bspw. SGB VIII). (Quelle: http://www.b-umf.de/de/themen/vormundschaft)

  • Vormundschaften für umF: Noske, Barbara: "Herausforderungen und Chancen - Vormundschaften für umF in Deutschland", Studie im Auftrag des Bundesfachverband umF, 2010.
     
  • Einzelvormundschaft: Sie interessieren sich für Vormundschaften und suchen Ansprechpartner_innen in Ihrer Nähe? Sie können sich mit dem Anliegen an Ihr Jugendamt wenden. Es hat die Aufgabe Vormünder zu gewinnen und zu qualifizieren. In ein paar Regionen existieren bereits Vormundschaftsprojekte für junge Geflüchtete. Auch dort können sie sich beraten lassen: Liste der Vormundschaftsprojekte (pdf, Stand Juli 2016)
     
  • Amtsvormundschaft: Der Fachkraft im Jugendamt wird die Aufgabe der Amtsvormundschaft per Verwaltungsakt übertragen. Das Gesetz selbst regelt in dem Zusammenhang in § 55 Abs. 3 SGB VIII: "In dem durch die Übertragung umschriebenen Rahmen ist der Beamte oder Angestellte gesetzlicher Vertreter des Kindes oder Jugendlichen. Amtspfleger und Amtsvormund haben den persönlichen Kontakt zu diesem zu halten sowie dessen Pflege und Erziehung nach Maßgabe des § 1793 Absatz 1a und § 1800 des Bürgerlichen Gesetzbuchs persönlich zu fördern und zu gewährleisten." Das bedeutet, dass ein Amtsvormund im Innenverhältnis Vertreter des Kindes ist und insofern auch nur eingeschränkt weisungsgebunden. Er/ sie sorgt im "Innenverhältnis" als Einzelperson dafür, dass das Amt im Sinne des Kindeswohls geführt wird. Amtsvormünder unterliegen insofern - gerade, was das Kindeswohl angeht - keinen Weisungen des Jugendamtes. Im Außenverhältnis ist zwar tatsächlich das Jugendamt rechtlicher Vertreter, dieses wird aber ausschließlich durch den Amtsvormund repräsentiert. Diese/r vertritt das Mündel rechtlich umfänglich, schließt Verträge, erteilt Genehmigungen und legt Rechtsmittel ein. Mehr dazu in der Fachzeitschrift Jugendamt, 2011, 530: Fachstandards und Richtlinienkompetenz der Amtsleitung_Weisungsfreiheit des Amtsvormunds
     
  • Asylrechtliche Vertretung: Die Vertretung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge - Europarechtliche Vorgaben für eine qualifizierte rechtliche Vertretung im Asylverfahren, Rechtsanwalt Stephan Hocks, Beitrag aus dem ASYLMAGAZIN 11/2015, S. 367–372
     
  • Weitere Informationen zum Thema "Vormundschaft" gibt es hier beim Bundesfachverband umF e.V.