Flüchtlingsrat Thüringen e.V.

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Qualifizierung Ehrenamtlicher in der Flüchtlingsarbeit mit Schwerpunkt aufsuchende Beratungsangebote

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1. Die Projektträger

Das Projekt „Qualifizierung Ehrenamtlicher in der Flüchtlingsarbeit mit Schwerpunkt aufsuchende Beratungsangebote“ ist ein gemeinsames Projekt des DGB-Bildungswerks Thüringen e.V. und des Flüchtlingsrates Thüringen e.V.

Das DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. ist ein freier Träger der Erwachsenenbildung, der durch das Thüringer Kultusministerium anerkannt ist. Der Flüchtlingsrat Thüringen e.V. ist ein Zusammenschluß aus Interessierten und in der Flüchtlingsarbeit Tätigen aus Kirchen, Gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen und Parteien, der sich für die Fürsorge und der Schutz von Flüchtlingen und politisch Verfolgten sowie den Abbau von Vorurteilen und Diskriminierungen gegenüber Flüchtlingen, politisch Verfolgten und MigrantInnen einsetzt. In die Kooperation bringen das DGB-Bildungswerk seine Erfahrungen und Kompetenz im Bereich der Bildungsarbeit und Projektentwicklung ein und der Flüchtlingsrat Thüringen e.V. Erfahrungen und Kompetenz im Bereich der Flüchtlingsberatung, der Flüchtlingspolitik und des Flüchtlingsrechtes.

2. Räumlicher Wirkungsbereich des Projektes

Der räumliche Wirkungsbereich für das Projekt „Qualifizierung Ehrenamtlicher in der Flüchtlingsarbeit mit Schwerpunkt aufsuchende Beratung“ ist der Freistaat Thüringen.

3. Projektlaufzeit

Das Kooperationsprojekt „Qualifizierung Ehrenamtlicher in der Flüchtlingsarbeit mit Schwerpunkt aufsuchende Beratung“ soll sich über einen Zeitraum von 3 Jahren erstrecken. Das Projekt hat am 1. Juli 2008 begonnen. Der 1. Projektabschnitt: „Schwerpunkt Gesetzliche Bleiberechtsregelung“ läuft vom 1. Juli 2008 bis zum 30. Juni 2009.

4. Ziele, Aktivitäten und Methoden der Zielerreichung

Ziel des Projektes „Qualifizierung Ehrenamtlicher in der Flüchtlingsarbeit mit Schwerpunkt aufsuchende Beratungsangebote““ ist die verbesserte Koordinierung der Arbeit von Ehrenamtlichen und MultiplikatorInnen im Flüchtlingsbereich durch Fortbildung, Informationsweiterleitung und aufsuchende Beratung. Als Fernziel soll das Projekt einen Schritt hin zur Verbesserung der Informationsstruktur für Ehrenamtliche und Multiplikatoren in der Flüchtlingsarbeit leisten. Asylsuchende profitieren direkt und indirekt von der Verbesserung der Informationslage.

Ein Bestandteil des Projektes ist die Qualifizierung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit zu den Themen aktuelle Gesetzesänderungen und Methodik der Flüchtlingssozialarbeit unterstützt durch eine koordinierende, aufsuchende Beratung. Indem es Fortbildungsangebote für MultiplikatorInnen verschiedener Träger unterbreitet, trägt es zu einer Vernetzung von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen bei, die zu einer strukturellen Verbesserung der Beratungssituation für Flüchtlinge beiträgt. Zudem wird über das Projekt eine kontinuierliche Zuleitung von aktuellen Informationen –- für Asylsuchende und deren Grundlagen angeboten. Das Projekt bezieht sich dabei auf das kooperative Projekt „BASS – Beratung, Analysen, Sensibilisierung, Stellungnahmen“ “ von PRO ASYL.

Im einzelnen sind folgende Schwerpunkte und Methoden der Zielerreichung vorgesehen:

4.1. Fortbildung für Ehrenamtliche und MultiplikatorInnen

Die kompetente Beratung von Flüchtlingen und Asylsuchenden zu Informationsaus- und -bewertung bedarf einer Fortbildung über die Möglichkeiten der Recherche zu bestimmten Informationsbedarfen in der Flüchtlingsarbeit.

Das Tätigkeitsfeld Fortbildung soll drei Schwerpunkte umfassen:

  • Für Ehrenamtliche, die bereits Erfahrungen in der Flüchtlingsberatung haben, sowie für sonstige, auch hauptamtliche Sozialarbeiter, Betreuer und Behördenmitarbeiter, MultiplikatorInnen aus anderen Vereinen und Verbänden, wird eine Fortbildungsreihe, bestehend aus vier Tagesveranstaltungen, die sich mit spezifischen Fragen der Informationsaus- und – bewertung beschäftigen, angeboten.

  • Zwei Wochenendseminare für ehrenamtliche FlüchtlingshelferInnen Anfang Dezember 2008 und Dezember 2009. Diese Seminare richten sich insbesondere an Ehrenamtliche und vermitteln bedarfsorientiert Orientierung und Qualifikation in der Flüchtlingsarbeit.

  • Drei Informationsveranstaltungen (Halbtagsveranstaltungen) zu aktuellen Fragen des Flüchtlingsrechts, der Rechtsprechung und der Flüchtlingsarbeit. Hierzu werden qualifizierte ReferentInnen, z. B. RechtsanwältInnen, hinzugezogen werden. Diese Veranstaltungen richten sich an Interessierte und Aktive und erweitern die Kompetenzen, die für die Beratungsarbeit notwendig sind. Die Themen sind aktuell bedeutsam und werden deshalb jeweils kurzfristig festgelegt.

  • Regionale Veranstaltungen und Vortragstätigkeit auf Anfrage.

  • Einzelfallberatung im besonderen Einzelfall für Ehrenamtliche und Multiplikatoren bzw. Asylsuchende -auch aufsuchend.

Anmerkung: Bereiche A bis C sind für den Zeitraum des ersten Jahres projektiert und werden anhand des zu ermittelnden Bedarfes für das zweite und dritte Projektjahr neu bestimmt. Die Bereiche D und E werden während der gesamten dreijährigen Projektzeit angeboten.

4.2. Ausbau des schriftlichen Material- und Informationsservice

Aufbauend auf den Vorgängerprojekten entwickelt das Projekt den schriftlichen Material- und Informationsservice mit dem Schwerpunkt der Informationsrecherche weiter:

  • Regionalisierung der Verbreitung des „Infodienst Asyl“ von PRO ASYL an Personen und Einrichtungen in Thüringen, die in der Flüchtlingsarbeit und –beratung aktiv sind.

  • Regionalisierung und Systematisierung des Post- und E-mail-Verteilers, mit dessen Hilfe Informationen des „Infodienst Asyl“ sowie regionale Informationen gezielt an Einrichtungen, haupt- und ehrenamtlich Tätige entsprechend ihrer Arbeitsschwerpunkte weitergeleitet werden.

  • Spezifizierung und Aktualisierung des Internet-Archivs auf der Homepage des Flüchtlingsrates und Werbung für die „Datenbank für FlüchtlingsberaterInnen“ bei PRO ASYL. Weiterhin sollen die Flüchtlingsrat-Infos im Netz zur Verfügung gestellt werden.

Anmerkung: Die Bereiche A bis C sind über einen Zeitraum von 3 Jahren geplant.

4.3. Beratung von Ehrenamtlichen und Asylsuchenden

Da bei den Seminaren und Fortbildungen zur Qualifizierung Ehrenamtlicher überwiegend allgemeine und grundlegende Informationen mit dem Schwerpunkt Informations-aus- und –bewertung vermittelt werden können, unterstützt das Projekt diese Ehrenamtlichen und Asylsuchenden

  • in persönlichen Gesprächen

  • bei telefonischen Anfragen

  • mit schriftlichen Informationen

  • aufsuchende Beratung im Einzelfall

Das einzelfallbezogene Beratungs- und Unterstützungsangebot wird auf Nachfrage zur Verfügung gestellt. Das Beratungs- und Unterstützungsangebot richtet sich an Ehrenamtliche und Multiplikatoren sowie im besonderen Falle an Asylsuchende selbst. In besonders komplizierten Fällen führt das Kooperationsprojekt die Beratung bzw. Unterstützung durch.

Gefördert durch den Europäischen Flüchtlingsfonds

 

und PRO ASYL

Kofinanziert durch die UNO-Flüchtlingshilfe , dieGesellschafter.de , das Thüringer Landesverwaltungsamt / Thüringer Innenministerium

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