Flüchtlingsrat Thüringen e.V.

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Start Presse 23. Feb. 2010: Offener Flüchtlingsrat tagte in Schmölln

23. Feb. 2010: Offener Flüchtlingsrat tagte in Schmölln

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Flüchtlingsrat Thüringen e.V. fordert Verbesserung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen im Altenburger Land

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Am Samstag, den 20. Februar 2010 tagte der Offene Flüchtlingsrat in Schmölln. Der Einladung waren über 20 Personen gefolgt, darunter auch Flüchtlinge aus der Gemeinschaftsunterkunft. Neben allgemeinen Informationen zum Thema Flucht und Asyl wurden vor allem die Probleme vor Ort und Unterstützungsmöglichkeiten thematisiert. Besonders beeindruckte der noch relativ junge, sehr engagierte Arbeitskreis Asyl in Schmölln. Die Flüchtlinge wünschten sich insbesondere Sprachkursangebote und Hilfen bei rechtlichen Fragen und Problemen.

Gravierende Mängel gibt es bei der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Schmölln: Die Unterbringung von einer fünfköpfigen Familie, zu der ein schwer behindertes Kind zählt, in einem dürftig möblierten 30qm² Zimmer ist menschenunwürdig und es bedarf dringend einer sofortigen Änderung der Wohnsituation. Kritikpunkte waren weiterhin: Warm-Wasser nur bis ca. 20 Uhr, kein Spiel- bzw. Hausaufgabenzimmer für Kinder und auch kein Spielplatz, keine eigenständige Waschmaschinennutzung der BewohnerInnen, etc.
Weitere Probleme im Bereich der Gesundheitsversorgung wurden diskutiert. So müssen die BewohnerInnen der Gemeinschaftsunterkunft Schmölln im Krankheitsfall erst zum Gesundheitsamt in Altenburg fahren, der prüft, ob z.B. eine Behandlung im Fall eines grippalen Infektes erforderlich ist. „Für kranke Menschen, vor allem für Kinder, ist dieses Verfahrensprozedere unhaltbar! Außerdem wird den Flüchtlingen die freie Arztwahl verwehrt, was eindeutig rechtswidrig ist“ so Ellen Könneker vom Flüchtlingsrat Thüringen. Auch zur Praxis im AltenburgerLand zählt offensichtlich, kranke Zähne nicht bohren und füllen zu lassen, sondern lieber gleich zu ziehen. Hier bedarf es dringend einer Änderung der Verwaltungspraxis.

Der Flüchtlingsrat wies auch darauf hin, dass viele Formen der Verbesserung der Lebensbedingungen– wie zum Beispiel im Bereich der Unterbringung, Gutscheine oder Bargeld, etc. – vor Ort getroffen werden können.